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Ziel

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Indianerkinder

Indianer hatten eine sorglose Kindheit. Die Säuglinge waren die meiste Zeit auf dem Rücken der Mutter oder Grossmutter in einer hölzernen Kindertrage angeschnallt. Man konnte diese Traggestelle auch an den Sattel hängen.

Kleine Kinder wurden sehr geliebt und verwöhnt. Wenn sie eine Dummheit machten, dachten die Erwachsenen, dass ein Kind das eben noch nicht besser wüsste. Indianer waren entsetzt, als sie hörten, dass weisse Eltern ihre Kinder schlugen.

Diese Amulette der Sioux enthielten die getrocknete Nabelschnur des Säuglings. Sie hatten die Gestalt von Eidechsen oder Schildkröten. Das Amulett wurde dem Kind um den Hals oder an die Trage gehängt, damit es lange lebe.

Die Mädchen lernten von ihren Müttern, was eine Frau können musste: weben, flechten, Leder bearbeiten, Perlenstickerei und kochen. Zum Üben hatten sie kleine Tipis mit Puppen.

Die Indianer waren sehr reinlich. Die Irokesen badeten jeden Tag im Fluss, auch im Winter, wobei man sich reinigte und sieben Mal untertauchte. Im Sommer war das Schwimmen und Tauchen natürlich auch ein Spass.

Von ihren Vätern lernten die Indianerkinder Spuren lesen und verfolgen. Sie lernten auch, wie man sich nach der Sonne, den Sternen und den Zeichen in der Natur orientiert und wie man sich in der Wildnis allein zurechtfindet.

Kinder wurden auf ein Pferd gesetzt, kaum dass sie richtig laufen konnten. Auf den Reisen sassen sie vor ihren Müttern und hielten sich an der Mähne fest. Bald konnten sie allein sicher reiten und zwölfjährige Kinder wagte sich daran, ein Wildpferd zu zähmen.

Schon kleine Knaben wurden von den Vätern ermuntert, Pfeil und Bogen in die Hand zu nehmen. Es gab auch Wettspiele, die die Geschicklichkeit und Ausdauer schulten. Bevor die Knaben von den Vätern mit zur Jagd genommen wurden, gab es Übungsjagden auf Kleintiere.

Indianerkinder mussten Härte und Ausdauer lernen. Auch Mädchen mussten stark werden, um die Frauenarbeit zu leisten. Auch Schnelligkeit war wichtig. Bei einem Angriff mussten die Mädchen sich selbst und die kleineren Kinder rasch in Sicherheit bringen.

Arbeitsblatt

Aktualisiert: 30.03.2007